Wirtschaftsschule · Block 11 · Lektion

Die Abgeltungssteuer — was vom Gewinn bleibt

In Deutschland zahlst du auf Kapitalerträge — Kursgewinne, Dividenden, Zinsen — eine feste Steuer. Wer ihre Regeln und Freibeträge kennt, behält jedes Jahr legal mehr.

Du verkaufst Aktien mit 1.000 € Gewinn. Wie viel davon darf das Finanzamt in Deutschland grob abschöpfen?

Wie viel Steuer auf 1.000 € Aktiengewinn?

Wie sie sich zusammensetzt

25 % Abgeltungssteuer + 5,5 % Soli darauf = 26,375 %  (+ ggf. Kirchensteuer)

Sie gilt einheitlich („abgeltend") auf Kursgewinne, Dividenden und Zinsen — meist zieht die Bank sie direkt ab. Wichtig: Sie greift nur auf realisierte Gewinne (wenn du verkaufst oder eine Ausschüttung bekommst), nicht auf bloße Kurssteigerungen im Depot. Zwei Hebel senken sie legal:

Der Abgeltungssteuer-Rechner

Gib deinen Kapitalertrag ein und schalte die Hebel zu. Sieh, was übrig bleibt:

Kapitalertrag (Gewinn/Dividende/Zinsen)1.000 €
Steuer
Netto bleibt
Effektiver Steuersatz

Feinheiten, die sich lohnen

Wichtigster Merksatz: Nur realisierte Gewinne werden besteuert. Wer hält statt ständig zu verkaufen, schiebt die Steuer auf — und das lässt das Geld weiterarbeiten (genau das Thema der nächsten Lektion).

💶 Was heißt das für dich?

⚠️ Vereinfacht für Deutschland, Stand kann sich ändern — keine Steuerberatung. Details (Freibeträge, Sätze, Sonderfälle) hängen von deiner Situation ab.

Tipp: Im 🔵 Geek-Modus stehen Günstigerprüfung und Verlustverrechnung — zwei legale Werkzeuge, die viele übersehen.