Eine Hitzewelle rollt an. Alle wollen Eis, aber der Kiosk hat nur eine begrenzte Menge im Kühlschrank. Was passiert mit dem Preis?
Auf jedem Markt treffen sich zwei Gruppen: die Nachfrager (wollen kaufen) und die Anbieter (wollen verkaufen). Zwei einfache Verhaltensregeln steuern alles:
Dort, wo sich beide Kurven schneiden, liegt der Gleichgewichtspreis: Genau so viele wollen kaufen, wie verkaufen. Verschiebt sich eine Kurve (z. B. die Nachfrage durch die Hitzewelle), wandert der Schnittpunkt — und der Preis ändert sich.
Schieb die Nachfrage und das Angebot. Beobachte, wie der grüne Schnittpunkt — der Marktpreis — wandert.
Die Nachfrage fällt wegen des abnehmenden Grenznutzens: Das erste Glas Wasser ist überlebenswichtig, das zehnte kaum noch etwas wert — also zahlst du für mehr nur weniger. Das löst auch das Diamant-Wasser-Paradoxon: Der Preis richtet sich nicht nach dem Gesamtnutzen, sondern nach dem Grenznutzen der letzten Einheit, und der ist bei knappen Diamanten hoch, bei reichlichem Wasser niedrig.
Gleichgewicht heißt QN = QA. Auflösen nach P ergibt den Marktpreis:
Die Preiselastizität sagt, wie steil die Kurve ist. Wichtig: Eine Preisänderung bewegt dich entlang der Kurve; ändert sich dagegen etwas anderes (Einkommen, Mode, Kosten), verschiebt sich die ganze Kurve — das verwechseln selbst Studierende ständig.
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