Auf der einen Seite einer Bilanz steht, was die Firma besitzt. Auf der anderen, woher das Geld dafür kam. Warum sind diese beiden Seiten immer exakt gleich groß?
Aktiva (links) = wo das Geld steckt: Anlagevermögen (langfristig: Gebäude, Maschinen) und
Umlaufvermögen (kurzfristig: Vorräte, Forderungen, Kasse).
Passiva (rechts) = woher das Geld kam: Eigenkapital (gehört den Eigentümern) und
Fremdkapital (geliehen: Kredite, Anleihen, offene Rechnungen).
Eine Firma mit 500.000 € Bilanzsumme. Stell ein, wie viel davon Eigenkapital ist (der Rest ist geliehen). Beide Seiten bleiben immer gleich hoch, aber die Eigenkapitalquote entscheidet über die Stabilität:
Wenig Eigenkapital heißt viel Hebel (Leverage): In guten Zeiten verteilt sich der Gewinn auf wenig Eigenkapital → die Eigenkapital-Rendite ist hoch. Aber in der Krise frisst sich ein Verlust schnell durch das dünne Eigenkapital → die Firma kippt. Genau dieser Hebel hat in der Finanzkrise Banken umgeworfen (siehe Block 4).
Tipp: Im 🔵 Geek-Modus steht, warum wenig Eigenkapital die Rendite hebelt, und das Risiko gleich mit.
Diese Quellen erschließen die behandelten Mechanismen. Rechenbeispiele, Quizfragen und vereinfachte Modelle: inschlau. Historische Denkschulen sind Perspektiven mit unterschiedlichen Annahmen. Prüfe bei konkreten Zahlen Zeitraum und Voraussetzungen; aus einem Modell folgt keine sichere Prognose.
Englischsprachige Quellen erklären die Mechanik; US-Steuer- und Produktregeln werden dadurch nicht auf Deutschland übertragen.