Stell dir vor: Die Inflation ist hoch, und gleichzeitig steigt die Arbeitslosigkeit. Soll die Zentralbank den Zins erhöhen oder senken?
Geldpolitik heißt: die Gesamtnachfrage über den Leitzins steuern. Die meisten Zentralbanken zielen auf ~2 % Inflation, nicht null (Deflation ist gefährlich), nicht hoch (entwertet Geld). Der Wirkungsweg:
Viele Zentralbanken folgen grob einer einfachen Regel (nach John Taylor): Der Zins steigt, wenn die Inflation über dem Ziel liegt oder die Wirtschaft heißläuft, und fällt, wenn es umgekehrt ist. Stell die Lage ein:
Mit neutralem Realzins r* ≈ 2 % und Ziel π* = 2 %. Liegt der Realzins (i − π) über r*, wirkt die Politik restriktiv (bremsend), darunter expansiv (stützend). Genau das zeigt dir das Urteil im Rechner.
In tiefen Krisen stößt der Zins an die Nullzinsgrenze. Dann greifen QE (Lektion 2) und Forward Guidance (Versprechen, lange niedrig zu bleiben). Der Phillips-Kurven-Trade-off erklärt das Stagflations-Dilemma vom Anfang.
Tipp: Im 🔵 Geek-Modus stehen die Taylor-Regel, die Nullzinsgrenze, die Phillips-Kurve und warum Zentralbanken unabhängig sind.
Diese Quellen erschließen die behandelten Mechanismen. Rechenbeispiele, Quizfragen und vereinfachte Modelle: inschlau. Historische Denkschulen sind Perspektiven mit unterschiedlichen Annahmen. Prüfe bei konkreten Zahlen Zeitraum und Voraussetzungen; aus einem Modell folgt keine sichere Prognose.