Du bekommst von der Bank einen Kredit über 200.000 € fürs Haus. Woher kommt dieses Geld?
Der hartnäckigste Geld-Mythos lautet: „Banken sammeln Spareinlagen ein und verleihen sie weiter." Falsch. Wenn eine Bank einen Kredit vergibt, bucht sie gleichzeitig eine Forderung (den Kredit, ihr Aktivum) und eine Einlage (dein Guthaben, ihre Schuld an dich). Kredite schaffen Einlagen — bestätigt 2014 ausdrücklich von der Bank of England.
Eine Bilanz hat immer zwei Seiten, die gleich groß sein müssen: links was die Bank hat (Aktiva), rechts woher es kommt (Passiva). Klick „Kredit vergeben" und beobachte, wie beide Seiten gleichzeitig wachsen — neues Geld entsteht aus dem Nichts:
Was begrenzt das Ganze? Nicht ein Vorrat an Spargeld, sondern: genug Eigenkapital (Vorschriften), die Aussicht auf Gewinn, kreditwürdige Kunden mit Nachfrage — und die Zentralbank über den Zins (nächste Lektion).
Jede Buchung hat zwei Seiten. Kreditvergabe:
Tilgung kehrt es um (Reflux). Wichtig: Banken schaffen Innengeld — für jede neue Einlage gibt es eine gleich große Schuld. Das Netto-Finanzvermögen der Privaten ändert sich dadurch nicht; es entsteht Bruttogeld, kein Reichtum aus dem Nichts.
In SFC-Stufe 3 gilt in der Bankbilanz immer Kredite = Einlagen — exakt diese Identität. Deshalb ist das Modell stock-flow-konsistent: Kein Euro entsteht ohne Gegenbuchung.
Tipp: Im 🔵 Geek-Modus stehen die doppelte Buchführung, der Reflux und warum unsere Simulation Stufe 3 immer Kredite = Einlagen erzwingt.