Dividenden, Zinsen und Kursgewinne auseinanderhalten
Du erkennst verschiedene Ertragsarten und den Unterschied zwischen Steuerabzug und endgültiger Steuer.
Drei Wege zu einem Ertrag
Zinsen vergüten eine Kapitalüberlassung. Dividenden sind Ausschüttungen einer Gesellschaft. Ein Kursgewinn entsteht aus der Differenz zwischen Verkauf und maßgeblichen Anschaffungskosten. Ob und wann etwas steuerlich zählt, richtet sich nach den gesetzlichen Regeln und dem konkreten Sachverhalt.
Auszahlung ist nicht automatisch Gewinn
Beim Verkauf eines Wertpapiers ist nicht der gesamte Erlös Gewinn. Wer für 1.000 Euro gekauft und für 1.100 Euro verkauft hat, hat im vereinfachten Fall 100 Euro Gewinn vor Kosten. Die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals wird nicht dadurch zum Ertrag, dass Geld auf dem Konto eingeht.
Der Bankabzug ist ein Verfahren
Bei vielen privaten Kapitalerträgen behält eine inländische Bank Steuer ein. Freibeträge, Verlustverrechnung, ausländische Quellensteuern und Sonderfälle können das Ergebnis verändern. Ein Steuerabzug ist deshalb nicht in jedem Fall die abschließende Antwort.
Unterlagen machen dich handlungsfähig
Bewahre Abrechnungen, Anschaffungskosten und Jahressteuerbescheinigungen nachvollziehbar auf. Prüfe bei einem Depotübertrag, ob Daten korrekt mitgekommen sind. Eine vollständige Dokumentation erleichtert die Prüfung; sie ersetzt keine Kenntnis der einschlägigen Regel.
Wende es an
Ein Verkauf bringt 2.400 Euro ein, die Anschaffung kostete 2.000 Euro. Sind 2.400 Euro Kapitalgewinn?
Erklärung anzeigen
Nein. Im vereinfachten Beispiel beträgt der Gewinn 400 Euro vor weiteren anrechenbaren Kosten und steuerlichen Besonderheiten.
Formuliere anschließend ein eigenes Beispiel und benenne eine Annahme, bei deren Änderung das Ergebnis anders ausfällt.
Quellen und Gegenprüfung
Rechenbeispiele und didaktische Aufbereitung: inschlau. Vereinfachte Bildungsbeispiele, keine persönliche Anlage- oder Steuerberatung. Fachstand: 7. September 2026.