Eine Notenbank verdoppelt die Geldmenge, sonst bleibt alles gleich. Was passiert auf Dauer mit den Preisen?
Der Monetarismus (Milton Friedman) und die Neoklassik (Robert Lucas u. a.) setzen auf die Quantitätstheorie und die Selbstheilung der Märkte. Kernsätze: Langfristig bestimmt das Geldmengenwachstum die Inflation; Märkte räumen; und Menschen bilden rationale Erwartungen, die staatliches Feintuning unterlaufen.
In Wachstumsraten gilt: Inflation ≈ Geldwachstum + Änderung der Umlaufgeschwindigkeit − reales Wachstum. Spiel damit:
Lucas verschärfte das: Wenn Menschen Politik vorhersehen, verpufft sie systematisch (Politik-Ineffektivität). Friedman ergänzte die natürliche Arbeitslosenquote: Mit der erwartungserweiterten Phillips-Kurve erklärten die Monetaristen die Stagflation der 1970er, genau das Rätsel, an dem der naive Keynesianismus scheiterte. Auch die Große Depression deuteten sie monetär: Die Fed ließ die Geldmenge kollabieren.
Tipp: Im 🔵 Geek-Modus stehen rationale Erwartungen, die natürliche Rate und warum strenge Geldmengensteuerung in der Praxis aufgegeben wurde.
Diese Quellen erschließen die behandelten Mechanismen. Rechenbeispiele, Quizfragen und vereinfachte Modelle: inschlau. Historische Denkschulen sind Perspektiven mit unterschiedlichen Annahmen. Prüfe bei konkreten Zahlen Zeitraum und Voraussetzungen; aus einem Modell folgt keine sichere Prognose.