Anlage A bringt garantiert 2 % pro Jahr. Anlage B bringt im Schnitt 7 %, schwankt aber heftig (manche Jahre −30 %). Welche ist die „bessere"?
Risiko und Rendite sind zwei Seiten derselben Medaille. Der Markt zahlt dir eine Risikoprämie dafür, dass du Unsicherheit aushältst. Kein Risiko, keine Prämie, wer Rendite will, muss Schwankungen ertragen.
Jede Anlageklasse hat ihren Platz: links sicher & mager, rechts schwankend & chancenreich. Schieb deine Risikotoleranz und sieh, wo du landest:
Wie viel Rendite bekommst du pro Einheit Risiko? Das misst die Sharpe-Ratio:
Je höher, desto besser das Verhältnis. Eine Anlage mit 7 % Rendite und 18 % Vola kann „effizienter" sein als eine mit 9 % Rendite und 30 % Vola. Es geht nie um Rendite allein, sondern um Rendite im Verhältnis zum Risiko.
Das spezifische Risiko einer einzelnen Firma lässt sich wegdiversifizieren (nächste Lektion). Das Marktrisiko bleibt, dafür gibt es die Prämie. Merke: Nur unvermeidbares Risiko wird belohnt; vermeidbares Risiko (zu wenig Streuung) bringt keine Extra-Rendite.
Tipp: Im 🔵 Geek-Modus stehen die Sharpe-Ratio und der Unterschied zwischen wegdiversifizierbarem und unvermeidbarem Risiko.
Diese Quellen erschließen die behandelten Mechanismen. Rechenbeispiele, Quizfragen und vereinfachte Modelle: inschlau. Historische Denkschulen sind Perspektiven mit unterschiedlichen Annahmen. Prüfe bei konkreten Zahlen Zeitraum und Voraussetzungen; aus einem Modell folgt keine sichere Prognose.
Englischsprachige Quellen erklären die Mechanik; US-Steuer- und Produktregeln werden dadurch nicht auf Deutschland übertragen.