Profis mit Doktortiteln, Bloomberg-Terminals und ganzen Analystenteams versuchen, den Markt zu schlagen. Wie viele von ihnen schaffen es über 15 Jahre, und liegen dauerhaft über dem simplen Index?
Kaufe unterbewertete Firmen mit Sicherheitsmarge (Graham, früher Buffett). Fokus: günstig im Verhältnis zum Wert.
Kaufe schnell wachsende Firmen und zahle für die Zukunft mehr. Fokus: Wachstum, mit dem Risiko, dass es ausbleibt.
In der Praxis verschwimmen die Stile. Buffett wandelte sich vom reinen „Zigarrenstummel"-Käufer (billig um jeden Preis) zum Käufer wunderbarer Unternehmen zu fairem Preis, getrieben von Charlie Munger. Am Ende zählt immer dasselbe: Wert im Verhältnis zum Preis, egal ob der Wert aus Billigkeit oder aus Wachstum kommt.
Beide investieren in denselben Markt (~7 %/Jahr). Der Unterschied sind die Kosten. Sieh, was die höheren Gebühren eines aktiven Fonds über die Zeit kosten, aus 10.000 € Startkapital:
Der Nobelpreisträger William Sharpe zeigte es mit reiner Logik: Alle Anleger zusammen sind der Markt. Also erzielt der Durchschnitt aller aktiven Anleger vor Kosten exakt die Marktrendite, und nach Kosten zwangsläufig weniger. Aktiv-Investieren ist im Schnitt ein Minussummenspiel gegenüber dem Index.
Tipp: Im 🔵 Geek-Modus steht Sharpes Arithmetik, warum der Durchschnitt der aktiven Anleger nach Kosten unter dem Index liegen muss.
Diese Quellen erschließen die behandelten Mechanismen. Rechenbeispiele, Quizfragen und vereinfachte Modelle: inschlau. Historische Denkschulen sind Perspektiven mit unterschiedlichen Annahmen. Prüfe bei konkreten Zahlen Zeitraum und Voraussetzungen; aus einem Modell folgt keine sichere Prognose.
Englischsprachige Quellen erklären die Mechanik; US-Steuer- und Produktregeln werden dadurch nicht auf Deutschland übertragen.