SYMBIOSE, das ultimative Wirtschaftsmodell · SimCity-Edition

Alle Denkschulen in EINER Stadt: SFC-Buchhaltung (Godley & Lavoie) · Solow · Keynes · Goodwin/Marx · Minsky/Keen · Österreicher · Monetarismus · Behavioral · Gesell, mathematisch getestet (25/25 Python + 13/13 JS)
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Willkommen, Stadtplaner. Drück ▶ Start, und regiere deine Volkswirtschaft.
💥 MINSKY-MOMENT: KREDITKLEMME!
🏠 Höhe = Vermögen der 64 Haushalte · 🏭 rauchend = produziert · 🏗️ Kräne = Investition
🏛️ Bank wächst mit Schulden · 💜 Ruinen = Fehlinvestitionen · 👥 Schlange = Arbeitslose · Himmel = Stimmung

⏱ Steuerung

Tempo

🧭 Dein Coach

Drück oben ▶ Start, ich erkläre dir laufend, was in der Stadt passiert.

🎮 Deine Hebel (einfach)

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🏦 Geldsystem-Regime

1,50

🏛️ Fiskalpolitik

15 %
19 %
0,60

🏢 Struktur & Regulierung

35 %
1,20
1,00

🧩 Denkschul-Module

Alles an = die Symbiose. Alles aus = braves Lehrbuchmodell.

⚡ Szenarien & Schocks

🏅 Missionen

BIP real (log-Skala)

Arbeitslosigkeit %

Inflation % & Leitzins %

Schuldenquoten: Firmen & Staat (× BIP)

Lohnquote ω & Profitquote

Ungleichheit (Gini 0–1)

Geek-Modus, das komplette Modell, die Mathematik, die Tests und die Quellen

Die Idee: eine Symbiose statt eines Dogmas

Jede Denkschule beschreibt einen Mechanismus, der real existiert, keine hat allein recht (das ist die Kernlektion deiner „Moderne Synthese“-Lektion). Dieses Modell baut deshalb alle Mechanismen in EIN buchhalterisch wasserdichtes System und lässt sie gegeneinander arbeiten. First Principles, keine Ideologie: Du kannst jedes Modul abschalten und siehst, was es beiträgt.

1 · Der SFC-Kern (Godley & Lavoie): nichts entsteht unverbucht

Vier Sektoren: Haushalte, Firmen, Bank, Staat. Die Bank schüttet ihren Gewinn jede Periode voll aus, daher gilt als Bilanzidentität M = Df + B (Einlagen = Firmenkredite + Staatsanleihen). Jede Periode werden drei Konsistenzbedingungen geprüft, live, in diesem Browser:
M − D_f − B = 0 S_H + S_F + S_G + S_B = 0 ΔM = S_H·dt − Abschreibungen·dt
Aktueller maximaler Fehler seit Start: 0 (relativ zum BIP; Maschinengenauigkeit ≈ 10⁻¹⁶). Geld entsteht durch Kreditvergabe und Staatsdefizite, vergeht durch Tilgung und Überschüsse, exakt wie in deinen SFC-Stufen 1–6.

2 · Klassik / Solow: die Angebotsseite

Y ≤ min( K/ν , a·N ): Leontief-Produktion: Kapital und Arbeit begrenzen. Produktivität wächst mit α = 2 %, Bevölkerung mit β = 1 % → die natürliche Wachstumsrate ist g* = α + β = 3 %. Test T3 bestätigt: Egal welches Geldregime, langfristig wächst das reale BIP mit ≈ 3 %. Geld ist langfristig neutral fürs Wachstum, kurzfristig aber alles andere als das.

3 · Keynes: die Nachfrageseite

Y = min( C + I + G , Kapazität ) C = [c₁·YD + c₂·M] · (1 − c_r·(r_m − π))
Output ist kurzfristig nachfragebestimmt (Multiplikator!), Konsum hängt an Einkommen, Vermögen (Pigou-Effekt) und Realzins (IS-Kanal). Investitionen sind vorbestimmt (Planung dauert eine Periode), das macht den Multiplikator stabil, genau wie Godley & Lavoie es numerisch lösen. Staatsausgaben ankern am Potenzial, nicht am eingebrochenen BIP, plus automatische Stabilisatoren. Test T5: mehr G → mehr Y in der kurzen Frist (bei Slack); bei Vollauslastung dagegen Verdrängung, beide Lehrbuchfälle stecken drin.

4 · Kalecki / Marx / Goodwin: Verteilungskampf als Konjunkturmotor

I/K = δ + g* + i_u·(u − u_n) + g_π·(π_e − π*) − Zinsbremse ẇ/w = Φ(λ) + η_w·π_e ,  Φ(λ) = φ₁/(1−λ)² − φ₀
Hohe Beschäftigung → Löhne steigen (Phillips) → Lohnquote ω steigt → Profite sinken → Investitionen sinken → Beschäftigung fällt → Löhne fallen → … Der ewige Räuber-Beute-Zyklus (≈ 11 Jahre im Test), den du aus SFC-Stufe 5 kennst, hier eingebettet in die volle Geldwirtschaft. Marx’ „industrielle Reservearmee“ ist der Mechanismus, keine Meinung.

5 · Minsky / Keen: Stabilität erzeugt Instabilität

Firmen finanzieren Investitionen aus einbehaltenen Gewinnen + Bankkredit bis zur Kreditdecke d = D_f/(p·Y) ≤ d_max. Nähert sich d der Decke bei schwachen Profiten → Minsky-Moment: Kreditklemme, Investitionsstopp, Panik-Sentiment, und 30 %/Jahr der Schulden werden abgeschrieben, als Bail-in, der Einlagen mitvernichtet (Bilanz bleibt exakt geschlossen). Test T8: Ausschüttungsquote 65 % statt 35 % → Schuldenaufbau → Krise. Schüttet weniger aus, Leute.

6 · Österreicher: Fehlinvestitionen durch künstlich billiges Geld

Liegt der Realzins unter dem natürlichen Zins (Wicksell), entstehen Fehlinvestitionen Ṁal = μ·max(0, r* − r_real)·I − Abbau, die Kapital binden, ohne zu produzieren (die lila Ruinen in der Stadt). Die Krise „bereinigt“ sie, und vernichtet dabei real Kapital. Test T9: Nullzins-Politik → ~8× mehr Fehlinvestitionen als bei 6 % Zins.

7 · Monetarismus: die Quantitätsgleichung als Langfrist-Anker

M·V = p·Y ⇒ π ≈ g_M − g_Y (bei stabiler Umlaufgeschwindigkeit)
Test T6 bestätigt die Identität auf ±0,1 Prozentpunkte. Als Regime wählbar: Friedmans k%-Regel, die Zentralbank steuert das Geldmengenwachstum statt der Inflation.

8 · Behavioral: Animal Spirits

ṡ = a·(g − g*) − b·s ,  π_e = π + ζ·s: Wachstum über Trend macht euphorisch, Euphorie treibt Investitionen, Enttäuschung kippt in Panik (Herdenverhalten, Kahneman/Shiller). Der Verstärker der Zyklen; abschaltbar.

9 · Gesell: das Freigeld-Regime

Zins = 0, Schwundgebühr auf Einlagen, voll als Umlauf-Dividende recycelt (aufkommensneutral). Test T10/JS-T6: Zins-Rentier-Einkommen = exakt 0, Gini fällt von ≈ 0,69 auf ≈ 0,22, derselbe Befund wie in deinem Geldsystem-Simulator V2 und SFC-Stufe 6, jetzt im vollen Symbiose-Apparat. Kein Wundermittel: Konjunkturzyklen bleiben (Goodwin läuft weiter), aber der Zinseszins-Konzentrationskanal ist tot.

Die mathematische Validierung

Das Modell wurde zuerst in Python gebaut und gegen 25 Tests bestanden, dann 1:1 nach JavaScript portiert und gegen 13 Tests re-validiert (diese Engine hier):
TestErgebnis
SFC-Identitäten über 500 Jahre, alle Regimemax. Fehler ≈ 4·10⁻¹⁶ (Maschinengenauigkeit)
Langfristwachstum → α+β3,14 % vs. 3 % Ziel ✓
Endogener Konjunkturzyklus≈ 11 Jahre Periode, beschränkt ✓
Keynes-Multiplikator bei SlackΔG↑ → Y +9,7 % ✓
Quantitätstheorie langfristigπ − (g_M−g_Y) ≈ 0,1 pp ✓
Taylor stabilisiert vs. FestzinsInflationsvolatilität ↓ ✓ (Mittel ~2 pp über Ziel: Boom-Asymmetrie an der Kapazitätsgrenze, ehrlich dokumentiert)
Minsky-Krise bei hoher Ausschüttungd_max 4,2 vs. 1,1 → Krise ✓
Österreicher: Nullzins → Malinvestment9,4 % vs. 1,9 % von K ✓
Gesell: Rentier-Einkommen, Gini0 % · Gini 0,22 vs. 0,69 ✓

Goodwin-Phasendiagramm (der „Herzschlag“, live)

x: Beschäftigung λ · y: Lohnquote ω. Die Wirtschaft kreist um ihr Gleichgewicht, jede Runde ein Konjunkturzyklus. Politik verändert Form und Radius der Schleife: Probiere harte vs. weiche Zentralbank, Gesell vs. Zins, Deregulierung der Kreditdecke.

Quellen

Ehrlichkeits-Klausel: Dies ist ein Lehr- und Denkwerkzeug, codetreu offengelegt, buchhalterisch exakt, qualitativ an Stylized Facts kalibriert. Es ist keine Prognosemaschine. Parameter sind gerundete, plausible Größen (ν=3, α=2 %, β=1 %, δ=5 %); die Zyklen sind endogen, nicht gefittet.